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Erfahrungen aus dem Trainingsalltag

Was Gymnastiktrainer über Koordinationsübungen wirklich denken

Stefan Richter

Wir haben mit drei Gymnastiktrainern gesprochen, die zusammen über 40 Jahre Erfahrung mitbringen. Ihre Einblicke unterscheiden sich deutlich von dem, was man in typischen Trainingsbüchern findet.

Die Realität sieht anders aus

Maria Schneider aus Hamburg arbeitet hauptsächlich mit Kindern zwischen 6 und 12 Jahren. Sie betont, dass viele Eltern Koordination missverstehen. Es geht nicht um perfekte Bewegungen, sondern um die Fähigkeit, mehrere motorische Aufgaben gleichzeitig zu bewältigen. Ihr Beispiel: Ein Kind balanciert auf einem Schwebebalken und wirft dabei einen Ball.

Welche Übungen bringen Ergebnisse

Thomas Weber aus München nennt drei Kernübungen, die er seit Jahren einsetzt. Überkreuzbewegungen stehen ganz oben auf seiner Liste. Dann kommen rhythmische Sprungkombinationen und schließlich Partnerübungen mit variablen Geschwindigkeiten.

Häufige Planungsfehler

Die dritte Trainerin, Lisa Hoffmann aus Berlin, sieht oft das gleiche Problem: Zu viele verschiedene Übungen in zu kurzer Zeit. Ihr Rat ist simpel: Lieber drei Übungen richtig als zehn oberflächlich. Sie plant maximal 15 Minuten reine Koordinationsarbeit pro Trainingseinheit.

Alle drei sind sich einig: Koordination entwickelt sich langsam. Wer nach zwei Wochen große Sprünge erwartet, wird enttäuscht sein.

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